Tanzen lernen – Schritt für Schritt….

Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.
Winston Churchill

Schritt 1

„Das werde ich nie können.“ Hast Du das vielleicht auch schon gedacht und es dann erst gar nicht versucht? „Aber dieser Schritt und jene Bewegung wird sowieso nie gelingen und außerdem nie so aussehen wie bei allen Anderen.“ Kommt Dir das bekannt vor?

Das ist schade. Wir alle hatten eine Zeit, in der wir solche Gedanken nicht kannten. Erinnerst Du Dich daran, wie es war, als Du begonnen hast zu krabbeln, als Du Deine ersten Gehversuche gemacht hast, wie oft Du hingefallen bist, wie oft Du Dich wieder aufgerichtet hast?

Wahrscheinlich nicht. Aber lass uns mit der Idee ein wenig spielen. Was hättest Du Dir dabei gedacht? Wahrscheinlich gar nichts 🙂

In vielen Dingen können Kinder wirklich unsere größten LehrerInnen sein. Wenn Kinder beim ersten Hinfallen denken würden „das war jetzt falsch, ich mach es besser nicht mehr“ würden sie nicht gehen lernen. Natürlich würde sich das auch kein Kind denken.

Schritt 2

Ich mach das erst wieder, wenn ich es kann. Ein Widerspruch in sich. Wir müssen hinfallen und das Nicht-Hinfallen zu lernen. Wir müssen stolpern, straucheln, wackelig unsere ersten Schritte tun, um das Gehen zu lernen.

Am Anfang erscheint es unmöglich. Ein sich wiederholendes, ständiges Ausprobieren, Scheitern, frustriert Sein, Wieder-von-Vorne-Beginnen und Dranbleiben. Und Du hast es gelernt. Für die meisten Kinder ist das keine große Sache. Sie entwickeln diese Fähigkeiten ohne viel nachzudenken und werden sicherer. Lust an Bewegung und Freude am Entdecken und Erforschen sind Belohnung genug.

Und Du hast es auch gelernt 🙂 Das einzige Geheimnis: Es wird mit jedem Versuch einfacher.

Schritt 3

Beim Tanzen ist das nicht anders. Du lernst vielleicht gerade Tanzen (wenn nicht, dann lies bitte hier weiter). Vielleicht hast Du es vor. Wo sind Deine „Das werde ich nie Schaffen“-Blockaden dabei? Manche nennen sie auch die „Vielleicht in Hundert Jahren“-Blockaden.

Und dann überleg Dir ein paar solcher Herausforderungen, die schon länger zurückliegen, die Du inzwischen überwunden hast, die Du aber irgendwann davor für unmöglich gehalten hast.

Und die Dir heute so geläufig sind, dass Du gar nicht mehr darüber nachdenkst? Dir fällt nichts ein? Dann lies bitte im ersten Absatz nochmal nach…. 🙂

Schau zurück und mach Dir bewusst, dass alles, was Du heute für unmöglich hältst in Deiner Zukunft dazu gehören wird und ganz selbstverständlich gelingen wird.

Das Geheimnis: Du bleibst dran, Du versuchst es immer wieder. Du begrüßt jeden Fehler als Lehrer, Du gibst nicht auf. Du wirst daran wachsen. Und Dich dann wieder neuen Herausforderungen zuwenden.

Viel Spass dabei!

PS: Ich freu mich, von Deinen Erfahrungen damit zu hören – lass doch einfach einen Kommentar da….


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Astrid Pinter

Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Tanzpädagogin. Ich leite seit über 20 Jahren Tanz- und Bewegungsgruppen für Frauen.
Mehr über mich unter "Über Mich" :-)

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