Körperbild

Körperbild und Tanz

Ein positives Körperbild

Stell Dir vor, Du stehst vor dem Spiegel, siehst nur Schönes und freust Dich darüber.

Ein positives Körperbild, also Dein freundlicher Blick auf Dich Selbst ist die Grundlage Deines Selbstbewusstseins.

Das Körperbild ist immer subjektiv und drückt Deine Gefühle, Ansichten und Meinungen über Dich selbst aus.

Einige Aspekte sind Dir wahrscheinlich nicht bewusst, andere kennst Du vielleicht sehr gut. Dein Körperbild ist auch ständig in Veränderung, wird von Dir selbst und von den äußeren Umständen beeinflusst.

Alle Deine Erfahrungen mit Deinem Körper sind darin enthalten.

Das Körperbild entsteht durch Deine eigene Wahrnehmung von Dir Selbst und durch das, was andere über Dich sagen.

Wenn Du ein positives Körperbild – also einen liebevollen und bestärkenden Blick auf Dich selbst hast, stärkt das Dein Vertrauen in Dich, Deine Fähigkeiten, aber auch das Vertrauen in Deine Umwelt und Deine Wirksamkeit.

Gleichzeitig kannst Du mit einem positiv besetzten Körperbild Mitgefühl und Empathie für Deine Mitmenschen entwickeln und wertfrei auf Andere zugehen.

Es ist gut, Dir immer wieder bewusst zu machen, dass niemand perfekt ist und Du es auch nicht sein musst.

Wie kann Tanzen Dein Körperbild ändern und verbessern?

1. Im Tanz üben wir die lustvolle Wahrnehmung unseres Körpers ganz unabhängig von seinem Aussehen

Das gilt nur, wenn Du NICHT vor dem Spiegel tanzt. Dein Körperbild entsteht nämlich nicht nur durch die Bilder, die heute rund um Dich sind. Auch frühe Erfahrungen, die Du mit Deinem Körper gemacht hast, spielen eine Rolle. Als Baby wurdest Du berührt, gehalten, getragen, weggelegt usw. Mankos aus dieser Zeit können durch angenehme Sinneserfahrungen ausgeglichen werden, z.B. durch Massagen, Bäder, aber auch angenehme Gerüche oder ein angenehmes Spür-Erlebnis des eigenen Körpers im Tanz. 

Ganz besonders im Baladi geht es darum, die Musik zu hören, in den Körper zu lassen und daraus Bewegung entstehen zu lassen. Das verlangt von Dir Achtsamkeit und Aufmerksamkeit Deinem Körper und seinen Reaktionen gegenüber.

2. Grenzen setzen, Grenzen respektieren

Dein Körperbild hat auch ganz konkret mit Deiner persönlichen Außengrenze zu tun. Diese Zusammenhänge geben viele Sprichwörter wieder, z.B.:  ein dickes Fell oder eine dünne Haut haben, etwas geht mir unter die Haut.

Im Tanz kannst Du Deine Grenzen finden, sichern, erweitern, mit ihnen spielen, die Grenzen der anderen wahrnehmen, Körper- und Raumgrenzen erfahren. Um am Schluss ganz genau zu wissen wo Du aufhörst und wo die Anderen anfangen. Und aus dieser Position wirklich eigenständig und in Beziehung zu sein. Und Dich als wertvoll erleben. Wieder ganz unabhängig davon wie Du aussiehst.

Gerade Baladi mit seinem breiten Spektrum an Gefühlen eignet sich dazu hervorragend. Im Baladi lernst Du Deine weichen Seiten kennen, Deine Hingabe- und Genussfähigkeit. Und Du kommst ebenso mit Deinen Stärken, Deiner Kraft und Wehrhaftigkeit in Kontakt.

3. Ein schönes Körpergefühl erleben

Baladi zeigt Dir einen Weg, die tänzerische Bewegung nicht von außen und vor einem Spiegel kontrolliert zu erleben, sondern von innen heraus.

Du trägst Kleidung, die sich gut anfühlt. Du vergleichst Dich nicht und wertest nicht. Weil es gar keinen Sinn macht. Schließlich geht es um den Ausdruck Deiner Einzigartigkeit. Du traust Dich, die zu sein, die Du bist.


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Du fühlst Dich angenommen und richtig, so wie Du gerade bist. Du kannst Dich ganz darauf konzentrieren, wie sich die Bewegung anfühlt.

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Astrid Pinter

Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Tanzpädagogin. Ich leite seit über 20 Jahren Tanz- und Bewegungsgruppen für Frauen.
Mehr über mich unter "Über Mich" :-)

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