4 einfache (Tanz-)Schritte zu mehr Selbstsicherheit durch Tanz

Tanz und Selbstsicherheit?

Bist Du auch manchmal der Meinung, nicht gut genug  zu sein, etwas nicht richtig gemacht zu haben oder dass Dein Aussehen Deinen Wert bestimmt? Möchtest Du manchmal gerne zufriedener mit Dir Selbst sein?

Die gute Nachricht: Dein Selbstwert hat nichts mit Deinem Aussehen zu tun, oder mit dem was Du tust. Aber alles damit, wie Du Dein Aussehen und Deine Handlungen bewertest – und wie Du Dich damit fühlst.

Warum nicht mit ein paar Tanzschritten zu mehr Leichtigkeit und Selbstbewusstsein tanzen? Tanz zu Dir Selbst gibt Dir verschiedene Impulse, Dir Selbst mit Achtsamkeit und Wertschätzung zu begenen:

1. Hier und Jetzt

Nimm Dir einen Moment Zeit mit der Art zu experimentieren, wie Du Deine Schritte setzt. Versuch es langsam, schnell, flüchtig, schwer, leicht, zögerlich – und bestimmt. Was klingt dabei an? Stimmen in Deinem Kopf, die Dir jetzt zuflüstern, dass das nicht weiblich ist, nicht sanft genug, nicht freundlich oder lieblich?

Gewöhn Dir an, Deine Schritte mit Bestimmtheit zu setzen, kraftvoll und genau in diesem Moment. Eine kleine Veränderung die Großes bewirken kann. Denk 1 x täglich dran. Ein paar bestimmte Schritte jeden Tag – das reicht.

2. Finde eine Bewegung, die sich gut anfühlt

Höre Musik, Die dir gut gefällt. Musik, die sich gut anfühlt und Dich zur Bewegung einlädt. Egal ob schnell, langsam oder irgendwas dazwischen. Lass Deinen Körper sich bewegen wie er möchte. Die Bewegung muss nicht schön oder richtig sein. Lass die innere Zensur los, niemand sieht Dich.

Sag ja zu allem was Dein Körper tun möchte. Akzeptier und unterstütz die Entscheidungen Deines Körpers. Konzentrier Dich mehr aufs Spüren als aufs Tun. Finde eine Bewegung, die sich gut anfühlt. Mach mehr davon. Atme in Deinem Tempo. Konzentrier Dich aufs Ausatmen – der Körper atmet von selbst ein. Sobald Du beginnst, Dich zu bewerten, konzentrier Dich wieder aufs Ausatmen.

Wenn Dir diese kleine Übung Spass macht, mach sie öfter!

3. Die Entdeckung der Langsamkeit

„Ich wusste nicht, dass man so langsam tanzen kann“ sagte einmal eine Seminarteilnehmerin zu mir 🙂
Warum sollten wir es auch einmal mit Langsamkeit probieren? Wenn wir uns so langsam bewegen, wie es uns möglich ist, können wir leichter Vorstellungen von bestimmten Formen oder Mustern beiseite lassen. Unsere Bewegungen werden individueller, wir folgen eher der Energie unseres Körpers.

Wir machen uns auf unseren eigenen Weg. Wir lernen unseren Bewegungsraum kennen und wir nehmen ganz bewusst Raum ein. Die vielleicht vorhandene Angst, dass uns nichts mehr einfällt, verschwindet. Wir nehmen unseren Körper viel besser wahr und es ist leichter, dem Körper die Führung zu überlassen. Langsame Bewegung erfordert eine höhere Körperspannung. Und so einfach wie es klingt ist es auch: Spannung in der Bewegung heißt auch Spannung beim Zusehen. Auf diese Weise kann keine Langeweile aufkommen, weder bei der Tänzerin noch bei ihrem Publikum.

Probier es so lange, bis Du Bewegung gefunden hast, die sich gut anfühlt!

4. Spiegel der Seele

In Tanz zu Dir Selbst sehen wir Tanz als Mittel, die Musik auszudrücken. Gerne verwende ich dafür folgende Vorstellungshilfe: „Die Musik erreicht uns über die Ohren, kommt im Herzen an, bringt uns von da aus in Bewegung und verlässt unseren Körper durch Augen und Hände“ (danke Liza für diese Inspiration!)

Stell Dir vor, Du lässt es zu, dass die Musik durch Deinen Körper fließt und ihn durch Deine Augen verlässt. Die Musik soll die Welt erreichen, sie soll weder auf den Boden fallen, noch in den Himmel verschwinden. Widersteh der Versuchung zu Boden oder in die Luft zu schauen. Bleib standhaft, bleib ganz bei der Musik, blick nach vorne. Lass Dich nicht ablenken, bleib bei Dir und doch offen. Und widersteh der Versuchung, Dich „auszudrücken“, die Musik zu interpretieren, bleib neutral. Stell Dich als Kanal für die Musik zur Verfügung. Du wirst sehen: Wenn das gelingt, macht es glücklich 🙂

Diese Bewegung von innen nach außen macht unseren Tanz authentisch, hilft uns, unmittelbare Bewegung zu zu lassen und gibt uns Kraft. Es wird immer unwichtiger, was „die Leute denken“. Wir können immer besser bei uns bleiben und doch offen sein.

Kurz gesagt:

Nimm Musik, die Dich begeistert, setzt Deine Bewegungen und Schritte mit Bestimmtheit in diesem Augenblick, probier es mit Langsamkeit und lass Die Musik sich durch Dein Herz in Deine Augen und in die Welt verströmen. Und finde zumindest eine Bewegung, die sich gut anfühlt. Viel Spass :-)

Du hast Erfahrungen damit – oder Ergänzungen? Hinterlass mir einen Kommentar, ich freu mich von Dir zu lesen!


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Astrid Pinter

Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Tanzpädagogin. Ich leite seit über 20 Jahren Tanz- und Bewegungsgruppen für Frauen.
Mehr über mich unter "Über Mich" :-)

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