Entwicklung der Tanztherapie
Tanztherapie hat sich aus der deutschen Ausdruckstanzbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt.
Tänzerinnen und Tänzer wie Isadora Duncan, Mary Wigman oder Rudolf Laban befreiten sich von normierter, formalisierter Tanzsprache - die Natürlichkeit der Bewegungen und emotionaler Ausdruck sollten wieder im Vordergrund stehen.
In den USA begannen in den 1940er Jahren die Tänzerinnen Trudi Schoop in Los Angeles und Marian Chace in Washington unabhängig voneinander in psychiatrischen Kliniken zu arbeiten.
Andere Pionierinnen wie Franziska Boas, Liljan Espenak oder Mary Whitehouse entwickelten ihre individuellen Methoden therapeutisch mit Tanz und Bewegung zu arbeiten.
Einflüsse kamen u.a. aus den Psychoanalytischen Schulen (Jung, Adler), körperorientierten Zugängen (Reich, Lowen) oder den humanistischen Therapien (Gestalttherapie, Psychodrama).
Bewegungsanalytisch orientiert sich die Tanztherapie an den Arbeiten von Laban, Judith Kestenberg oder Irmgard Bartenieff. Neue Richtungen beziehen auch den systemischen Ansatz mit ein.
