Stil
Ägyptischer Tanz wurde im Westen erstmals 1893 bei der Weltausstellung in Chicago gezeigt und war in den darauf folgenden Jahrzehnten wohl die Tanzform mit den stärksten Veränderungen. Der Orientalismus mit seinem westlichen Blick auf einen „Phantasie-Osten“ machte auch vor dem Tanz nicht halt, die traditionelle Kleidung wich bald einem von der Filmindustrie Hollywoods inspirierten Cabaret-Kostüm. Der Begriff „danse du ventre“ (Bauchtanz) tauchte zum ersten Mal in einem Roman Zolas auf.
Raqs Sharqi, wie der Tanz im arabischen Raum genannt wird, bezeichnete ursprünglich den Tanz der Frauen in Ägypten. Im Laufe der wechselvollen Geschichte Ägyptens waren Musik und Tanz unterschiedlichen kulturellen Einflüssen ausgesetzt. Daraus entstand eine bunte Vielfalt an Stilen.
Mein Stil im arabisch-ägyptischen Tanz orientiert sich an der Arbeit der Tänzerinnen Liza Wedgwood und Erna Fröhlich. Ausgehend von der Raqs Sharqi Society in England entwickelte sich eine Richtung, die versucht, das Wesen, die Essenz dieses Tanzes zu erfassen. Anders als im bekannteren "Bauchtanz" steht nicht Isolation sondern Ganzheitlichkeit der Bewegung im Vordergrund. Dabei werden 3 Richtungen unterschieden – Sha’abi, Baladi und Raqs Sharqi.


