Baladi

Raqs Baladi (Tanz meines Landes, meines Volkes) entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den ägyptischen Städten (Cairo, Alexandria) als Verschmelzung von traditionellem Sha’abi mit Einflüssen aus dem Westen – wie z.B. Blues und Jazz. Neue Instrumente wie Akkordeon oder Saxophon wurden übernommen und veränderten so die traditionelle Musik.
Baladi als weiblicher Solotanz ist immer ein Improvisationstanz. Die Tänzerin folgt der im traditionellen Baladi sehr komplexen Struktur der Musik mit Körper und Gefühl – sie wird zum „zusätzlichen Instrument“, zur Verbindung zwischen Musik und Publikum, sie macht das Unsichtbare sichtbar – was auch den Zauber dieses Tanzes ausmacht.
Die Improvisation folgt einer Grundstruktur – der Bogen spannt sich von wehmütigen, getragenen über klare, kraftvolle bis zu feurigen Elementen.
Durch dieses breite Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten wird Baladi zu einem Ventil für unsere weibliche Energie und Leidenschaft. Im Baladi kann eine Frau sowohl Sanftheit, Sinnlichkeit und Erotik aber auch Kraft, Klarheit und Stärke in sich entdecken und nach außen geben.
