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Tanztherapie
Tanztherapie eignet sich für Frauen und Mädchen jeden Alters, die an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, aktiv Stress und Burn-Out vorbeugen, ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und mehr Lust, Spass und Intensität leben wollen!
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Tanztherapie

Erstellungsdatum: October 19, 2008 02:27:42 PM
AutorIn: Astrid Pinter
Kategorie: Tanzpädagogik / Tanztherapie
Tanztherapie hat sich aus der deutschen Ausdruckstanzbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt. Tänzerinnen und Tänzer wie Isadora Duncan, Mary Wigman oder Rudolf Laban befreiten sich von normierter, formalisierter Tanzsprache - die Natürlichkeit der Bewegungen und emotionaler Ausdruck sollten wieder im Vordergrund stehen.

In den USA begannen in den 1940er Jahren die Tänzerinnen Trudi Schoop in Los Angeles und Marian Chace in Washington unabhängig voneinander in psychiatrischen Kliniken zu arbeiten. Andere Pionierinnen wie Franziska Boas, Liljan Espenak oder Mary Whitehouse entwickelten ihre individuellen Methoden therapeutisch mit Tanz und Bewegung zu arbeiten. Einflüsse kamen u.a. aus den Psychoanalytischen Schulen (Jung, Adler), körperorientierten Zugängen (Reich, Lowen) oder den humanistischen Therapien (Gestalttherapie, Psychodrama). Bewegungsanalytisch orientiert sich die Tanztherapie an den Arbeiten von Laban, Judith Kestenberg oder Irmgard Bartenieff. Neue Richtungen beziehen auch den systemischen Ansatz mit ein.

Trotz dieser Vielfalt an Wegen lassen sich einige Grundannahmen tanztherapeutischer Arbeit finden:
Der Mensch wird als Körper-Geist-Seele-Einheit gesehen – Geschehnisse in einem dieser Bereiche spiegeln sich immer auch in den anderen. So werden Lebenseinstellungen und Gefühle körperlich sichtbar, die Erweiterung des Bewegungspotenzials bewirkt neue Verhaltensmöglichkeiten.
Bewegung ist ein zentrales Element menschlicher Entwicklung Tanz ist eine der ältesten kulturellen Ausdrucksarten: Musik und Tanz begleiten auch heute noch in vielen Kulturen Lebensübergänge (Geburt, Erwachsenwerden, Heirat, Tod) oder jahreszeitliche Geschehen (Ernte, Aussaat, ...).
Ebenso wurde und wird die Heilkraft des Tanzes in Form von Trance- und Heilungsritualen genutzt. Nach der American Dance Therapy Association (ADTA) hat Tanztherapie die emotionale und psychische Integration des Individuums zum Ziel.

Gerade Frauen sehen sich ständig mit Normen und Vorschriften in bezug auf ihren Körper konfrontiert. Entfremdung, ein chaotisches Ich-Bewusstsein, Abwertung und Bekämpfung der eigenen Körperlichkeit können die Folge sein. Tanztherapie kann hier zu einer liebevollen Zuwendung zu sich selbst führen, eine Aussöhnung mit dem Körper und seinem Aussehen bewirken und so eine Aufwärts-Spirale in Gang setzen: Selbstakzeptanz – Selbstwertsteigerung – verbessertes Selbstbewusstsein. Tanztherapie sensibilisiert die Sinneswahrnehmung, fördert die Ausdrucks- und Erlebnisfähigkeit und ermöglicht das Erkennen von Ressourcen und persönlichem Potenzial. Als ressourcenorientierte Therapiemethode aktiviert Tanztherapie die Selbstheilungskräfte und bringt Wahrnehmung, Gefühle und Denken in Einklang. Tanztherapie wird als Gruppen- oder Einzeltherapie angeboten. In einem geschützten Rahmen kann die eigene Befindlichkeit auf spielerische Art und Weise erkundet werden. Je nach Situation wird dabei z.B. mit Rhythmus, dem Umgang mit Raum, Zeit, Kraft- und Energieeinsatz, Spannung und Entspannung oder Musik gearbeitet. Zur Reflexion und Integration können neben dem Gespräch auch andere künstlerische Aktivitäten, wie z.B. Malen mit einbezogen werden. Tanztherapie kommt in psychiatrischen, psychosozialen oder pädagogischen Institutionen zum Einsatz. Sie wird angewendet in der Arbeit mit behinderten Menschen, in Senioreneinrichtungen, in der Erwachsenenbildung, zur Teambildung und Organisationsberatung. Tanztherapie ist vor allem wirksam bei
  • Ängsten
  • Beziehungs- und Kontaktschwierigkeiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen
  • Selbstwertproblemen
  • Essstörungen
  • psychosomatischen Beschwerden
Tanztherapie eignet sich für Frauen und Mädchen jeden Alters, die an Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, aktiv Stress und Burn-Out vorbeugen, ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und mehr Lust, Spass und Intensität leben wollen! Tanztherapie ist kein Tanzunterricht – tänzerische Vorerfahrung oder besondere Beweglichkeit sind nicht nötig!

(c) Astrid Pinter
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