Darbuka

Darbuka (arabisch دربكة, DMG darbūka, Pl. darābik, darbūkāt), auch als darbukka, darbouka, derbouka oder darabukka transkribiert, ist eine einfellige Bechertrommel aus dem Nahen Osten und dem arabischen Nordafrika.

Die Bezeichnung darbuka scheint im Arabischen nicht alt zu sein, obwohl ein Zusammenhang mit einer Trommel namens darbala bestehen könnte, die an einer Stelle in der um das 13. Jahrhundert zusammengetragenen Erzählsammlung Tausendundeine Nacht auftaucht. Eine denkbare Lautverschiebung könnte darbala auf persisch danbala zurückgehen lassen, demnach wäre darbuka aus der Konsonantenform d-n-b-k in Pahlavi-Schrift entstanden. Eine Ableitung von türkisch darbetmek, „schlagen“, das auf das arabische Wort ḍarba („Schlag“) zurückgeht, ist ebenso möglich.

Die darbuka besteht aus einem kelchförmigen Korpus, der traditionell aus Ton gefertigt und bei einfachen Instrumenten mit Ziegenhaut bespannt ist. In professionellen klassischen Orchestern werden darbukas mit Fischhaut (besonders aus Rochen) verwendet. Moderne darbukas sind oft aus Metall gefertigt, wobei die türkischen Modelle aus Aluminium-, Kupfer– oder Messingblech bestehen und die ägyptische Variante aus Aluminium gegossen wird. Die Trommelfelle sind dann meist aus Kunststoff, doch werden auch bei neueren Modellen Naturfelle verwendet, um einen wärmeren, bassigeren Ton zu erzielen, der sich von den hohen Klängen der Plastikfelle unterscheidet. Der britische Orientalist Edward William Lane beschrieb 1836 in Ägypten zwei Arten von darbukas: eine mit einem hölzernen Korpus in einer schlanken Becherform, die aufwendig mit Intarsien verziert war, und eine einfache darbuka aus Ton mit einem kegelförmigen Oberteil über dem zylindrischen Schaft. Erstere spielten die Frauen im Haus, letztere die Bootsleute auf dem Nil[2].

Quelle: Wikipedia

Foto: Wikipedia

 

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Astrid Pinter

Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Tanzpädagogin. Ich leite seit über 20 Jahren Tanz- und Bewegungsgruppen für Frauen.
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